Freitag, 19. Juni 2015

Freitagspost: Deadly Dullness - das große Gähnen

Kommentare:
 




Ich laufe Nachts am Hafen entlang. Weil ich nicht schlafen kann und Schäfchen zählen hat noch nie funktioniert. Manchmal langweilt es mich so sehr, wie sich jeder Tag an den anderen reiht. Dann überlege ich zum hundertsten und tausendsten Mal was ich eigentlich will, vom Leben oder von dir. Manchmal denke ich, ich lese soviel, um zu verstehen. 

Es gehört schon verdammt viel Überwindung dazu, sich jeden Tag aufs Neue zu entscheiden, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Will ich am Wochenende die ganze Nacht feiern und Spaß anhaben, bis mich auch das anödet, oder diszipliniert früh schlafen gehen, um am nächsten Tag zu verreisen oder etwas zu unternehmen? Ein neuer Ort, fremde Gesichter und doch ähnelt sich alles zu sehr.

Es ist 12 Uhr in der Nacht, das Licht am Turm blitzt noch einmal auf und dann wird es dunkel.

Wie machen das andere, frage ich mich. Jedem Morgen beginnt ein neuer Tag im Hamsterrad, das Abendprogramm im Fernsehen, dann schlafen gehen und wieder von vorne. Wie steht man so etwas durch, dieses "erwachsene" Leben, geprägt von Vernunft und guten Ideen?

Ich kenne mich und ich drehe niemals richtig durch. Ich bin niemals richtig unvernünftig. Nicht auf diese Art, dafür gehe ich ganz schön viele andere Risiken ein.

Dann schaue ich noch einmal herunter auf das schwarze Wasser. Es ist so still hier. Ich werde schlafen gehen, damit ich morgen etwas erlebe. Ob das die richtige Entscheidung ist?

Du entscheidest dich für die Nacht und so werden wir uns wohl nie in der Mitte treffen. 



Kommentare:

  1. Beautiful photos!:)
    Happy weekend!
    xxM
    http://sunstreetbymonica.blogspot.com

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  2. Ich mag deine Freitagspost unheimlich gerne <3 Hab ein schönes Wochenende Liebes.

    Liebe Grüße
    Luise | www.just-myself.com

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  3. Aber es liegt doch an jedem selbst zu entscheiden, wie spannend oder langweilig jeder einzelne Tag werden kann... Und das Hamsterrad legen wir uns doch nur selbst auf. Das Ausbrechen aus diesem, dass ist die Kunst und vor allem der Punkt im Leben, der vermutlich den meisten Mut erfordert ;-)

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  4. Ohje genau so geht es mir auch momentan. Obwohl ich durch das, was ich mache schon relativ viel herumkomme, sehe und erlebe, bin ich oft gelangweilt von der Routine, die sich trotzdem immer einschleicht. Zum Glück sind auch das meist Phasen und im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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  5. Schöner Post. Deine Gedanken kann ich gut verstehen, ich denke das Gleiche auch des Öfteren (oder besser gesagt immerzu).
    Liebe Grüße

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  6. Toller Freitagspost. Manchmal mag ich Routine, manchmal hasse ich sie.

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  7. Ein toller Freitagspost mit ganz wundervollen Bildern meine Liebe. Ich glaube so geht es jedem hin und wieder mal. Wichtig ist, dass es nicht Überhand nimmt und man das Beste für sich aus allen Routinen und Alltagstrott macht.
    Liebe Grüße an dich

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  8. Wow, was ein unglaublich toll geschriebener Post und ich finde die Bilder total toll :)
    Viele Grüße von Mode_Koks
    www.wirsindgold.blogspot.de

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  9. Ach, liebe Andrea. Du sprichst mir aus der Seele. Momentan komme ich mir auch so vor, als würde ich gerade ein "Hamsterradleben" führen, aber ich weiß im Grunde genommen, dass es bald nicht mehr so sein wird. Zumindest wenn ich mich bemühe, dass ich es nicht zulasse, dass diese Routine Überhand gewinnt.

    Liebste Grüße
    Lisa

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  10. Hach, ich liebe deine Freitagsposts. Ganz ehrlich, der Text ist wieder super schön. Vor allem der letzte Satz, da bleibt man richtig dran hängen.

    Ich habe auch immer wieder Phasen in denen ich sehr mit dem "Erwachsenenleben" hadere. Mich frage, wie man dieses ständige Entscheiden und Verantworten sein ganzes Leben durchhalten will. Aber irgendwie geht es ja und ich denke im Grunde kann man das auch optimistisch sehen, nur macht man eben nicht immer.

    Liebe Grüße
    Bonny

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  11. Schöner, nachdenklicher Text. Du sprichst mir damit aus der Seele.
    Ich bin viel zu oft gelangweilt und müde, viel zu selten aufgedreht und wach.
    Manchmal komme ich nicht umhin mich zu fragen, ob es dass jetzt sein soll, ob das alles ist. Und dabei bin nur ich in der Lage, das zu ändern. Nur das >Wie< steht unbeantwortet im Raum...,

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