Freitag, 16. Mai 2014

Freitagspost: Die ewige Tattoo-Frage + Yasmin im Interview!

Kommentare:
 
Als Teenager wollte ich unbedingt ein Tattoo haben - aber schon alleine die Frage nach Motiv und Körperstelle hat mich überfordert. Was wenn der Tätowierer Mist baut oder es gefällt mir dann doch nicht mehr? Sind farbige Tattoos nicht sogar krebserregend? Natürlich ist das Ganze auch nicht gerade billig. Kurz gesagt - ich ließ es bleiben, so stark war der Wunsch dann doch nicht.

Dennoch faszinieren mich Tattoos ungemein. Ich folge beispielsweise sehr gerne dem Instagram-Feed von Tattoo Models wie Valentina Belleza oder Jane Dean. Christine hat als Fotografin ein Faible für außergewöhnliche, tätowierte Modelle.

Aber warum lässt man sich eigentlich tätowieren? "Wer sich tätowieren lässt, der markiert sich", sagt die Fachfrau im Focus-Artikel. Damit symbolisiert man die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Bei manchen wird das Tätowieren auch zur Sucht. Angeblich sind laut Artikel die Tattoo-Süchtigen immer auf der Suche nach einem neuen Kick. 

Das macht mich skeptisch, denn ich lerne durch die Shootings von Christine viele tätowierte Modelle kennen und ich habe diese jungen Frauen als sehr sympathische, entspannte Menschen kennen gelernt. Ich glaube kaum, dass auch nur eine davon zu Alkoholsucht oder Raserei neigt. Die meisten wirken sogar eher intro- als extrovertiert. Also alles Bullshit aus dem Focus-Artikel?


Yasmin Morgan



Ich habe Tattoo-Model Yasmin nach ihrer Meinung gefragt! Yasmin Morgan habe ich letzten Sommer kennen gelernt, als wir beide Flyer verteilt haben während der Automesse Tuning Expo in Saarbrücken. Mittlerweile hat sie auch schon zwei Mal vor der Kamera von Christine gestanden - gemeinsam mit Carlotta Curious. Das schöne tätowierte Model zählt fast 9.000 Fans bei Facebook und ist sehr gefragt als Model.


Wann hast du dir ein erstes Tattoo machen lassen und was war das für ein Motiv?
Das ist ungefähr dreieinhalb Jahre her, da habe ich mir einen schwarz-grauen Totenschädel stechen lassen mit roten Rosenblättern drum herum. Er ziert meinen linken Oberarm.

Hattest du damals schon geplant, als Tattoo-Model zu arbeiten?
Nein. Ich habe vorher schon einige Fotoshootings gehabt, aber seitdem ich das erste mal beim Tätowierer war, konnte ich kaum erwarten noch mehr bunte Motive unter der Haut zu haben. Ich finde es einfach wunderschön und es passt zu mir. Ich hatte nie das Ziel "Tattoo-Model" zu sein. Den Ausdruck mag ich auch nicht so sehr.

Verdienst du dir mit dem Modeln Geld dazu?
Nein, leider nicht. Ich muss neben meiner Ausbildung zur MTLA, in der ich nicht viel verdiene, noch nebenbei als Aushilfe arbeiten.

Hast du einen Stamm-Tätowierer?
Ich finde es wichtig eine Vertrauensbasis zu seinem Tätowierer zu haben, schließlich trägt man die Kunstwerke das Leben lang bei sich. Der Tätowierer meines Vertrauens heißt Ralf Remus. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen, egal ob Tattoos oder Piercings, nach Bexbach ins Remus Studio zu gehen.

Was war dein tollster Model-Auftrag bisher?


Das Tollste am Modeln ist, sich vorher ein Konzept auszumalen, danach die Ergebnisse zu sehen und von sich selbst erstaunt zu sein. Aufträge hatte ich bisher kaum, ich shoote mehr zum Spaß. Ich finde es sehr wichtig, auch mit den Fotografen auf einer Wellenlänge zu sein und arbeite lieber öfters mit denselben Menschen aus meiner Umgebung.

Möchtest du noch mehr Tattoos oder ist jetzt erst mal Schluss?
Ich mache gerade eine kleine Tattoo Pause bis ich im Oktober mein Examen geschrieben habe. Dann geht es weiter. Im Jahr 2015 habe ich etwa alle drei Monate einen Termin. Ich möchte nicht von Kopf bis Fuß jeden Zentimeter bedeckt haben, aber auf jeden Fall noch ein paar Ideen umsetzen. Schluss ist für mich jedoch oberhalb des Dekolleté und Hände. Gesicht ist auch tabu!

Was sagen die Menschen in deinem Umfeld zu den Tattoos?
Meine Famile kennt mich nicht anders. Ich war mein ganzes Leben schon anders und verrückt. Solange ich Prioritäten setze und so bleibe wie ich bin, haben mich meine Eltern trotzdem lieb. Meine Freunde sehen das auch nicht oberflächlich. Ich bin kein Mensch der auf Oberflächlichkeiten achtet. Mir sind innere Werte und verlässliche Freunde wichtiger.

Was sagst du dazu, dass tätowierte Menschen "immer den nächsten Kick suchen" bzw. sich durch die Tätowierungen zu einer bestimmten Gruppe bekennen wollen? Ist das bei dir so?
Nein, definitiv nicht. Ich trage meine Tattoos, weil es mir gefällt. Ich will weder anders sein, noch rebellieren, noch möchte ich ein bestimmtes Statement setzten. Ich bin so wie ich bin und will mich auch nicht in eine Gruppe "hinein-tätowieren". Das wäre ja "mitlaufen" und davon war ich noch nie ein Fan. Ich habe weder geraucht, noch irgendwas in mich reingeschoben, dass ungesund ist, nur weil es andere Leute cool fanden. Ich finde tätowierte Haut einfach schön. Was nicht heißt, dass nicht tätowierte Menschen nicht auch hübsch sind.

Sind alle deine Freunde tätowiert oder gibt es in eurem Freundeskreis auch "nicht tätowierte" Personen?
Natürlich habe ich auch nicht tätowierte Freunde! Ich suche mir meine Freunde ja nicht auf Grund ihrer Anzahl von Tattoos aus. Das wäre total dumm. Klar sind dreiviertel meiner Freunde tätowiert. Aber alles nach und nach und niemand fühlte sich gedrängt. Ich denke das Wichtigste bei einer Freundschaft ist, dass man über alles reden kann, man Vertrauen zueinander hat, eine schöne Zeit zusammen erlebt und sich gegenseitig hilft. Alles andere ist Nebensache, egal welche Hautfarbe, Haarfarbe oder ob jemand Tattoos hat.


Wie steht ihr zu dem Thema Tattos? Ich hoffe ihr fandet das Interview mit Yasmin interessant! 

Mehr von Yasmin auf Facebook
Fotos von Christine Funk






















Kommentare:

  1. Wow! Very rebel and glamorous style! Like her hair and her tatoo
    I love see this girls but not do same style for me :)
    Kisses

    http://www.alisagromova.com/

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  2. Toll! Danke für diesen Artikel, liebe Andrea. Ich fand das Interview total interessant und die Bilder sind superschön!
    Ich finde auch, Yasmin hat eine tolle Einstellung und kommt sehr sympathisch und entspannet rüber.
    Rundum ein gelungener Post! Ich bin begeistert! :)
    Liebe Grüße,
    Stef

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  3. Ich finde Tattoos super, obwohl ich selbst keine habe. Für mich sind die bunten Bilder kleine Kunstwerke, die eine persönliche Geschichte erzählen. Wenn ich an Tattoos denke, fallen mir sofort die Models Daniel Bamdad und Rick Gernest ein, die man einfach anstarren muss. Dennoch würde ich mir wenn überhaupt nur ein ganz kleines Tattoo stechen lassen.

    Liebe Grüße Jessy

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  4. Also ich kann ihr in jeder Hinsicht zustimmen (: Ich selbe zähle ja auch langsam, aber sicher zu der zutätowierten Kategorie und denke nicht, dass ich das jemals für irgendeine Zugehörigkeit getan habe :D Meine Tattoos symbolisieren das wieder, was ich liebe und lebe, wie ich liebe und lebe...wie man es eben nimmt (: Bereuen tu ich kein einziges von meinen Schmuckstücken!

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  5. Tolle Bilder und tolles Interview :)

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  6. Ich bin auch schon seit Jahren am hin und her überlegen ob ich mir ein Tattoo stechen lassen soll oder nicht aber momentan bin ich bei dem Punkt wo ich glaube ich lass es einfach sein xD Tolles Interview auf jeden Fall!
    xx

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  7. Hachja, Tattoos. Ich finde sie auch unglaublich schoen und haette auch gern welche, doch bei mir tun sich quasi die gleichen Probleme auf wie bei dir. :/ Was ich aber auf jeden Fall weiß: ich werde mir nach der Geburt meines ersten Kindes etwas taetowieren lassen. Ich hab da schon eine Idee, aber bin mir noch nicht ganz sicher..

    Die beiden Damen auf den Fotos sehen wahnsinnig toll aus. Nicht nur ihre Tattoos, sondern ihr Gesamterscheinungsbild. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man alle Menschen mit Tattoos in eine Kategorie stecken kann. Sie einen sind so, die anderen so.

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  8. Ich sehe das mit den tattoos ganz genauso wie du. Ich könnte mich niemals für ein Motiv entscheiden, gucke mir aber auch sehr gerne Tattoos bei anderen an. :)

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  9. Ein toller Artikel mit schönen Bildern! Ich habe mir mein erstes und bis jetzt einziges Tattoo erst im Alter von 27 stechen lassen und an einer Stelle, wo es niemand sieht, bereut habe ich es bis heute noch nicht, ich denke, wenn man sich ein Motiv sucht, das eine wirkliche Bedeutung für einen hat, dann wird das nie "alt". Viele liebe Grüße, Eva

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